24 Stunden Wanderung

Ende Juni hatte ich die tolle Gelegenheit und durfte mit Thomas Theurillat und Markus Müller von ONEDAY und einigen ihrer Kunden auf eine 24h Wanderung. 24 Stunden wach bleiben fällt mir in der Regel schon schwer genug, dabei auch noch dauernd in Bewegung zu sein und alles fotografisch begleiten sollte also eine schöne Herausforderung werden.

 

Bei schönstem Sonnenschein starten wir Mittags in Thun, doch schon nach 2  Stunden überrascht uns das erste Gewitter. Länger als erhofft wird uns der Regen in der ersten Hälfte der Wanderung noch begleiten. Nach einem guten Abendessen in Interlaken geht es bei weiter strömenden Regen in die lange Nacht. Je näher der Morgen rückt, je mehr Kilometer wir hinter uns haben, desto mehr lässt der Regen nach. Da uns der Regen nun in Ruhe lässt, meldet sich dafür der Körper mit Schmerzen, an Stellen, von denen ich nicht wusste dass ich da Schmerzen haben kann.

 

Nach der See Umrundung  treffen wir endlich wieder in Interlaken für das Frühstück ein. Am liebsten würde ich mich irgendwo in einer Ecke verkriechen.  Ob das Niederhorn, unser Ziel noch erreichen, ist mir gerade ziemlich egal. Natürlich ist es aber auch genau das Teil dieser Wanderung, seine Grenzen zu spüren und darüber hinaus zu gehen. Beim Frühstück besprechen wir einige Varianten was wir nun machen wollen. Da wir etwas länger gebraucht haben für die Umrundung als geplant werden wir ein Teil der Strecke mit dem Auto abkürzen, aber den Schlussaufstieg auf das Niederhorn trotzdem noch machen. Kaum aus dem Auto und im Aufstieg läuft es erstaunlich gut und locker. Die Schmerzen und Strapazen von vor dem Frühstück sind vergessen. Ziemlich pünktlich, müde und glücklich treffen wir alle auf dem Niederhorn ein.

 

Insgesamt war das Ganze ein wunderbare Erfahrung. Das Fotografieren, dass ich mir im Voraus als grössere Herausforderung vorgestellt habe, ging mir interessanterweise sehr gut von der Hand. Trotz der selten vorher benutzten Kamera und den 24 Stunden Konzentration hatte ich erstaunlich wenig Mühe. Aber in erste Linie waren die unzähligen interessanten und persönlichen Gesprächen mit allen Teilnehmern eine tolle Bereicherung und eine grosse Inspiration in verschiedensten Bereichen.

 

An der Stelle noch einmal vielen Dank an Thomas und Markus die mir diese Möglichkeit geboten haben und auf jeden Fall bin ich sicher wieder dabei wenn  es eine Wiederholung davon geben würde! 

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